Sonntag, 25. September 2011 14:16
Gute motorrad Photos:
Tornax

Bild von RUD66
Tornax (Tornax Fahrzeug- und Apparatebau) war ein deutscher Motorrad- und Automobilhersteller mit Sitz in Wuppertal, Schwelmer Straße 100–108.
Gegründet wurde das Unternehmen Weihnachten 1925 von Ernst Wewer und Herrn Schmidtmann in Barmen-Langerfeld, die Geschäftstätigkeit wurde am 2. Januar 1926 aufgenommen. 1955 wurde die Produktion eingestellt, ohne jedoch, wie viele der Mitbewerber, in Konkurs zu gehen. Zu dieser Zeit des Wirtschaftswunders wechselten viele Personen vom Motorrad zum VW Käfer und anderen Automobilen, der Motorradmarkt brach ein.
Konstrukteur war von Beginn an Otto Karpe. Werksrennfahrer waren unter anderem Heinz Kürten, Anton Gosse und Karl Hobelmann.
Angaben zufolge ist der Markenname Tornax „eine eigenwillige, aber nicht schlecht gewählte Abwandlung von Tornado, dem gefürchteten Sturm- und Wirbelwind“.
Das erste im April 1926 fertig gestellte Modell I/26 besaß einen 600-cm³-JAP-SV-Motor mit 15 PS.
1927 folgten die Modelle I/27 mit 14 PS 550-cm³-JAP-SV-Roadster-Motor, sowie II/27 mit 15 PS 600-cm³-JAP-SV-Motor (eigentlich die unveränderte I/26). Beide wurden ebenfalls 1928 unter den Bezeichnungen I/28 und II/28 hergestellt, wobei die II/28 zuletzt 18 PS entwickelte. Hinzu kam das Modell III/28 mit einem 22 PS starken 500-cm³-JAP-OHV-Motor.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden ab 1948 überwiegend nur noch Zweitakter mit Motoren der ILO-Motorenwerke aus Pinneberg. Darunter Maschinen mit Einzylinder-Zweitaktmotoren mit 118 cm³, 125 cm³, 175 cm³ und 200 cm³ Hubraum. Höhepunkt dieser Entwicklung war die „Schwarze Josefine”, eine 250-cm³-Zweizylinder Zweitaktmaschine mit 15 PS und Vollschwingenfahrwerk. Den Spitznamen erhielt das Motorrad vom damaligen Chefredakteur der Zeitschrift „Das Motorrad“, Carl Hertweck und war eine Anspielung auf Josephine Baker. Grund: Das Motorrad war üblicherweise schwarz lackiert, besaß ein geschwungenes üppiges Blechkleid und das Fahrwerk mit seinen großen Federwegen erinnerten an die federnden Hüftschwünge der schwarzen Tänzerin. Allerdings gab es die Tornax S 250 nicht nur in schwarzer, sondern auch in grüner Metallic-Lackierung. Die Konstruktion setzte mit ihren Vollnabenbremsen, riesiger Doppelsitzbank und 16-Zoll-Rädern, die in Verbindung mit dem Schwingenfahrwerk für eine komfortable Straßenlage sorgten, Maßstäbe im deutschen Motorradbau. 1953/1954 wurde in das gleiche Fahrwerk noch ein 250 cm³ Viertakt-Einzylindermotor mit 15 PS der Firma Opti eingebaut (eine Konstruktion von Richard Küchen, der aber technisch noch nicht ausgereift war. Von diesem Modell wurden bis zum Konkurs von Tornax nur noch wenige Modelle gefertigt.
m März 1945 wurden große Teile des Werkes durch Bombardierung zerstört, nicht zuletzt wegen der seit 1942 laufenden Fertigung sogenannter „Abwurftrommeln“ für den Rommel-Feldzug in Afrika.
Im Jahr 1945 wurde die Produktion mit 60 aus dem Krieg zurückgekehrten ehemaligen Mitarbeitern wieder aufgenommen, allerdings stellte man zunächst einfache blecherne Handkarren zum Wiederaufbau sowie Waffeleisen her.
Später im Jahr 1945 erteilte die Britische Rheinarmee unter Alan Bruce die Genehmigung zur Reparatur armeeeigener Kräder, die dann auch auf eigene Tornax-Kräder ausgedehnt wurde. Hinzu kam die Produktion eines einfachen Kastenseitenwagens für Motorräder, um die Handwerker des Wiederaufbaus mobil zu halten.
1948, nachdem die ILO-Werke in Pinneberg wieder Einbaumotoren lieferten, startete dann erneut die eigentliche Motorradproduktion mit dem Vorkriegsmodell K 125.
1955 stellte die Firma ihre Fertigung ein.
Das Ehepaar Wewer und einige Mitarbeiter übernahmen aber weiterhin die Reparatur und Ersatzteilversorgung der bis dahin produzierten Kräder.
Hinzu kamen eine BMW-Motorrad und Isetta Vertretung, sowie der Vertrieb von Rasenmähern. wikipedia
BMW R42 Motorrad, Verkehrsmuseum Dresden, DDR 11.11.89

Bild von sludgegulper
Photographed by authorisation of a FOTOERLAUBNIS. Camera- Olympus XA with Kodak 64 Slide film BMW R42, or perhaps R47 from the late 1920s, with the horizontally opposed two cylinder Boxer engine.